Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DEGÖB-Tagung 2019

##paper.fontSize##: 
Qualifizierungspräferenzen als Ausgangspunkt für universitäre Entrepreneurship Education? Vorstellung einer deskriptiven Studie & Diskussion der Implikationen.
A. Lange, A. Pitsoulis

Gebäude: Seminarraumgebäude 1
Raum: Raum 2.010
Datum: 26.02.2019 10:45 – 12:15
Zuletzt geändert: 24.02.2019

Abstract


Die Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln an Hochschulen kann sehr unterschiedlich konzeptualisiert werden. An großen Universitäten mit technischen Studiengängen hat sich die Institutionalisierung eigener Entrepreneurship-Lehrstühle und die Verankerung von Entrepreneurship-Education-Veranstaltungen in den Curricula Studierender vielfältiger Studiengänge etabliert. An kleinen Universitäten mit technischen Studiengängen finden sich häufiger Entrepreneurship-Zentren, die sich auf nicht-curriculare Zusatzangebote, Summer/Winter Schools und Face-to-Face-Beratungs- und Coachingmaßnahmen spezialisieren.

Wenn die Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln als Qualifizierungsangebot für Studierende und Hochschulangehörige verstanden wird, kann ein Ausgangspunkt für die Konzeptualisierung von passenden Maßnahmen die Qualifizierungspräferenz der universitätsspezifischen Zielgruppen sein. Diese Idee wurde von uns aufgegriffen; und im Rahmen mehrerer Erhebungen wurden Qualifizierungspräferenzen an der Universität Hildesheim erfragt. Dabei werden Qualifizierungspräferenzen für nicht-curriculare Angebote fokussiert. Welche mit Entrepreneurship zusammenhängenden Qualifizierungsthemen wünschen sich die Studierenden der Universität Hildesheim? Welche Qualifizierungsmaßnahmen präferieren sie und wie sollten solche nicht-curricularen Angebote zeitlich organisiert sein? Inwiefern finden sich hier Übereinstimmungen mit den Qualifizierungspräferenzen technischer Universitäten?

Welchen Informationsgewinn für die Konzeptualisierung von Maßnahmen zur Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln lassen sich aus den Zielgruppenbeschreibungen ziehen? An welcher Stelle kristallisieren sich hier tatsächlich unterschiedliche Qualifizierungsbedarfe in Abhängigkeit von Studiengängen, Gründungsintentionen oder soziodemografischen Variablen heraus? Was von diesen zielgruppenspezifischen Bedarfen kann wiederum eine Entrepreneurship Education an einer eher kleinen Universität abdecken?

Neben der Präsentation des theoretischen Hintergrundes, der methodischen Herangehensweise für die eigenen, abgeschlossenen Befragungen und Vorstellung der deskriptiven Studienergebnisse sollen v.a. die Implikationen der Ergebnisse diskutiert werden. Eignen sich Qualifizierungspräferenzen als Ausgangspunkt für ein Konzept zur Förderung von unternehmerischem Denken und Handeln an einer Universität? Gibt es vielleicht ergänzende Variablen, die Berücksichtigung finden müssen, um die unternehmerischen Potenziale aller Fächer zukünftig nutzen zu können?

Schlagwörter


Entrepreneurship Education