Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DEGÖB-Tagung 2019

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Spar- und Anlagewissen: Messung und empirische Evidenz zum Einfluss auf finanzielle Verhaltensweisen
C. Roehe

Gebäude: Seminarraumgebäude 1
Raum: Raum 2.008
Datum: 26.02.2019 16:00 – 17:30
Zuletzt geändert: 11.01.2019

Abstract


Anhand einer 2017 und 2018 durchgeführten Forschungsarbeit wird aufgezeigt, welche Items geeignet sind das Konstrukt Spar- und Anlagewissen, einen selbst definierten Teilbereich der financial literacy, zu messen. Dazu wurde 2017 zunächst aus einem Pool von mehr als 300 Wissensitems, die aus der einschlägigen Fachliteratur stammen, kriteriengeleitet ein Wissenstest mit 72 Items entworfen.

Im Rahmen einer Testkonstruktionsstudie wurde unter Berücksichtigung der Klassischen und der Probabilistischen Testtheorie das finale Testinstrument, welches 24 Wissensitems umfasst, konstruiert.

Darauf aufbauend wurde 2018 anhand einer größeren und heterogeneren Stichprobe eine Validierungsstudie durchgeführt, um die Tauglichkeit des Testinstruments sowie die Erkenntnisse der ersten Studie zu überprüfen und zu bestätigen. In Folge dieser Validierungsstudie wurde das Testinstrument auf 21 Wissensitems reduziert.

Neben diesen testtheoretischen Hauptanalysen zeigen sich in dem vorzustellenden Datensatz weitere interessante, zu diskutierende Zusammenhänge. So schneiden weibliche Testpersonen im Wissenstest signifikant schlechter ab als männliche Testpersonen. Das gilt sowohl für die gesamte Stichprobe als auch für Subgruppen. Auch das Spar- und Anlageverhalten der Testpersonen wird durch die Ausprägung des Wissens beeinflusst. So zeigt sich unter anderem, dass Personen mit einem stärker ausgeprägten Wissen mehr Spar- und Anlageformen nutzen als Personen mit einem geringer ausgeprägten Wissen. Des Weiteren partizipieren die im Test besser abschneidenden Personen häufiger an den Finanzmärkten.

Schlagwörter


Finanzielle Bildung