Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DEGÖB-Tagung 2019

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Die Bedeutung von Finanzbildung für die Konsumentscheidungen von Jugendlichen
B. Fuhrmann, S. Grohs-Müller

Gebäude: Seminarraumgebäude 1
Raum: Raum 2.008
Datum: 26.02.2019 16:00 – 17:30
Zuletzt geändert: 11.01.2019

Abstract


Der vorliegende Beitrag thematisiert die Ergebnisse einer empirischen Studie, in der diese drei Formen von Konsumverhalten bei 1.343 österreichischen Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren untersucht worden sind. Diese Verhaltensweisen werden einerseits mit verschiedenen Einstellungen zu Geld (vgl. Werth & Mayer 2008, Barry 2014) sowie andererseits zu (Lern-)Erfahrungen mit Geld, die die Jugendlichen gemacht haben, in Beziehung gesetzt. In Strukturgleichungsmodellen zeigt sich, dass verschiedene Einstellungen zu Geld, die mit einem von Barry (2014, dies et al. 2013) entwickelten Instrumentarium erhoben worden sind, die unterschiedlichen Konsumverhaltensweisen gut erklären können. Einerseits leistet die Einstellung „Geld muss geplant werden“ einen bedeutenden Erklärungsbeitrag zum rationalen Konsum, andererseits sind die Einstellungen „Geld bedeutet Macht und Glück“, „für Geld erhält man Qualität“ und „Geld bereitet mir Sorgen und Angst“ relevant für demonstrativen und kompensatorischen Konsum. Einen weiteren Erklärungsbeitrag leisten die (Lern-)Erfahrungen mit Geld, die die Jugendlichen entweder im häuslichen Umfeld, mit ihren Peers oder in der Schule machen. Insbesondere die Thematisierung von Geldfragen innerhalb der Familie und die Orientierung daran, wie andere Familienmitglieder mit Geld umgehen, spielen dabei eine große Rolle. In der Schule scheint es hingegen selten zu Lernerfahrungen mit Geld zu kommen, sie sind für die das Konsumverhalten von Jugendlichen jedenfalls von untergeordneter Bedeutung.


Schlagwörter


Finanzielle Bildung, Konsum