Deutsche Gesellschaft für Ökonomische Bildung, DEGÖB-Tagung 2019

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Ökonomische Kompetenz am Ende von Klasse 7: Evidenz einer großangelegten Kompetenzmessung in Baden-Württemberg
L. Oberrauch, T. Kaiser, G. Seeber

Gebäude: Seminarraumgebäude 1
Raum: Raum 2.009
Datum: 26.02.2019 14:15 – 15:45
Zuletzt geändert: 15.01.2019

Abstract


Abstract: Dieser Beitrag untersucht die ökonomische Kompetenz von Schülerinnen und Schülern unter Verwendung eines psychometrisch validierten Kompetenztests im Rahmen einer groß-angelegten Kompetenzerhebung in Baden-Württemberg. Die Schülerinnen und Schüler gehören zu der letzten Kohorte ohne das Schulfach "Wirtschaft/Berufs- Studienorientierung". Der Umfangreiche Datensatz ermöglicht eine Analyse der Variation ökonomischer Kompetenz entlang von Schultypen und beobachtbaren Schülermerkmalen. Die Ergebnisse zeigen, dass Mädchen, Kinder von Eltern mit Migrationshintergrund sowie Kinder von Eltern mit geringem sozioökonomischen Status - im Durchschnitt - geringe Testleistungen erzielen als Jungen, Kinder von Eltern ohne Migrationserfahrung und Kinder von Eltern mit höherem sozioökonomischen Status. Der Unterschied zwischen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums im Vergleich zur Werkrealschule beträgt fast eine ganze Standardabweichungseinheit. Quantilsregressionsanalysen zeigen zudem, dass der Geschlechterunterschied unter leistungsstarken Schülerinnen und Schülern stärker ausgeprägt ist, als am untere Ende der Kompetenzverteilung. Des weiteren besitzen die Variablen "Migrationshintergrund" und "sozioökonomischer Status der Eltern" am oberen Ende der Kompetenzverteilung eine höhere prädiktive Kraft. Unsere Analyse dokumentiert die existierende Heterogenität hinsichtlich ökonomischer Kompetenzen in Abweseneheit von Fachunterricht in der ökonomischen Domäne. Damit liefert sie wichtige Hinweise für mögliche heterogene Effekte in Bezug auf das eingeführte Schulfach der ökonomischen Bildung in Baden-Württemberg.

Title: Economic Competences in earls secondary school: Evidence from a large-scale assessment in Germany

Abstract: We employ a psychometrically validated test to study economic competence among a large and representative sample of early secondary school students in Southwest Germany. The rich dataset allows us to study the variation in economic competence across school types and observable student characteristics. Our results show that economic competence is significantly lower among female students, migrants, students with parents of low socio-economic status and those who do not attend the highest tier school type. Additionally, quantile regression analyses suggest that the gender gap increases along the distribution of economic competence and that negative effects of low socio-economic status are less pronounced above the median of the competence distribution. Our analysis sets the stage for a long-term study of economic competence among youth and the impact of a recent curriculum reform introducing mandatory economic education.


Schlagwörter


Economic competence, economic literacy, pre-college economic education, item response theory, gender gap